JAN
20

Ein Amerikaner in Paris
Musical von George und Ira Gershwin 
20.01.2019 | 17:00 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

21

Der Vogelhändler
Operette von Carl Zeller
21.01.2019 | 19:30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

22
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24

ELEKTRA
Oper von Richard Strauss
24.01.2019 | 19.30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

25
26

ELEKTRA
Oper von Richard Strauss
26.01.2019 | 19.30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

27

PARADISE LOST
27.01.2019 | 11.00
Brucknerhaus Linz

28
29
30
31
FEB
01
02
03

Tristan und Isolde
Oper von Richard Wagner
03.02.2019 | 17.00 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

04
05
06

ELEKTRA
Oper von Richard Strauss
06.02.2019 | 19.30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

07

Preview: RAGTIME
Musical
07.02.2019 | 19:30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

08

Premiere: RAGTIME
Musical
08.02.2019 | 19:30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

09

DAS BOL IM MUSIKVEREIN WIEN #2
09.02.2019 | 19.30
Musikverein Wien

10

Tristan und Isolde
Oper von Richard Wagner
10.02.2019 | 17.00 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

11
12

Der Vogelhändler
Operette von Carl Zeller
12.02.2019 | 19:30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

13

RAGTIME
Musical
13.02.2019 | 19:30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

14

La Clemenza ti Tito
Oper von Wolfgang A. Mozart
14.02.2019 | 19.30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

15

Ein Amerikaner in Paris
Musical von George und Ira Gershwin 
15.02.2019 | 19:30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

16

ELEKTRA
Oper von Richard Strauss
16.02.2019 | 19.30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

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Herr Poschner,

bitte ein Wort zu Elektra und Richard Strauss! 

Was ist Elektra für Sie?

Ein unglaublicher Albtraum. Man erlebt die Protagonisten in ihren extremsten Gefühlsregungen: von innigster Liebe bis hin zum abgrundtief schwarzen Hass. Das, was sich bei Tristan an Aggregatzuständen in der Musikgeschichte schon angekündigt hat, wird bei Elektra vollkommen an den Rand des Möglichen und Erträglichen getrieben. Strauss gelangt dabei an einen Punkt in seinem musikalischen Schaffen, an den er nie wieder zurückkehren wird. Die antike Vorlage diente ihm und Hofmannsthal eigentlich nur als Folie. Hofmannsthal hat die tatsächliche Geschichte ziemlich verändert. Es ging ihm jetzt hauptsächlich um die inneren Zustände, das Aus-sich-Heraustreten und unbewusste Vorgänge. Es ist dabei kein Zufall, dass Strauss Elektra musikalisch so komprimiert und verdichtet anlegt, gerade einmal 90 Minuten ohne Unterbrechung! Da hat der Wahnsinn Methode. Zum einen treffen wir auf Klytämnestra, eine vom Schicksal gebeutelte und aus der Bahn geworfene Frau und zum anderen auf ihre Tochter Elektra, die einerseits von einer hysterischen Leidenschaft ihrem Vater gegenüber getrieben und sich andererseits allein über den Hass gegen ihre Mutter definiert. Die Männer spielen eine vollkommen untergeordnete Rolle, wobei der eigentliche  Auslöser der Tragödie, Agamemnon, nicht einmal auftritt. Die Musik von Strauss zur Elektra, wenn sie wirklich gut gespielt wird, muss verrückt machen, das hat die Partitur mit dem Tristan gemeinsam. Und da werden wir uns alle Mühe geben.


War Strauss musikalisch hier an eine Grenze gelangt, an der er nicht weiterwollte?

Ich glaube, dies ist sozusagen eine optische Täuschung. Im Rückblick ergibt sich vermutlich erst dieser lineare Eindruck in seinem Schaffen. Es heisst, er hätte mit dem Rosenkavalier all seine Avantgarde-Freunde, die große Hoffnung in ihn als Erneuerer setzten, enttäuscht. Derweilen war Strauss lediglich auf der Suche nach den perfekten musikalischen Ausdrucksmitteln für seine so unterschiedlichen Sujets. Darin war er zweifellos der größte Meister, passgenau zu arbeiten, sich wie ein Chamäleon den Stoffen einzufühlen und danach auszurichten. Er hätte ein Telefonbuch vertonen können, wie er selbst immer sagte. Genau das ist auch bei Elektra eingetreten: eine Musiksprache, die zu so extremen Mitteln greift, wie nie zuvor. Strauss war in diesem Sinne ein unheimlich modern denkender Mensch, der, ähnlich einem Schauspieler, kompositorische Verwandlungen hinlegen konnte und auch nicht vor einem vermeintlichen Salto rückwärts, was der Rosenkavalier ja zweifellos nicht ist, zurückschreckte, sofern es der Darstellung einer Geschichte diente.


ELEKTRA

RICHARD STRAUSS

Tragödie in einem Aufzug von Richard Strauss | Text von Hugo von Hofmannsthal


Oper in deutscher Sprache mit Übertiteln
Premiere 19.01.2019
Spielstätte Großer Saal Musiktheater
Dauer 01 Std. 40 min.
Markus Poschner Dirigent

 
STÜCKINFO

Wo antike Mythologie, die frühe Psychoanalyse und spätromantische Oper aufeinandertreffen: Nach Salome und Die Frau ohne Schatten setzt das Landestheater Linz seinen Richard Strauss-Zyklus nun mit dem Einakter Elektra fort,
der sich der Durchleuchtung nervöser Psychogramme am Hof von Mykene und der großen Rache der Elektra widmet. Erleben Sie Chefdirigent Markus Poschner am Pult eines gigantischen Orchesterapparats!

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