Neu und Live: Der sonntalk mit Norbert Trawöger

 

Norbert Trawöger im Gespräch mit dem Künstler Fritz Radlwimmer. Durch die Saison 2020.21 begleiten das Bruckner Orchester Linz künstlerische Spuren des Innviertler Künstlers FRITZ RADLWIMMER. Er wurde 1963 in Schärding geboren, studierte an der Kunstuniversität Linz und ist seit 1988 als Lehrer für Kunstpädagogik an der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik in Ried/i. I. und als freischaffender Künstler tätig.

 

Nach einer Phase der Loslösung von akademischen Bindungen beginnt Radlwimmer Ende der 90er Jahre die formale und technische Wegfindung im weiten Feld des abstrakten keramischen Reliefs. 2006 bis 2019 entstehen im selbstgebauten Brennofen fast ausschließlich Reliefs aus dunklem, hochgebranntem Steinzeug. Ab 2016 rücken mehr und mehr neue Materialien in den Fokus des Schaffens: Bienenwachs, Dammarharz und Büttenfaser (als Rohstoff für Papier und Reliefs). Diese Werkstoffe lösen 2020 das Steinzeug gänzlich ab und sind Ausdrucksträger in den Werken mit transluzenter Oberfläche beziehungsweise den weißen Reliefs (aus Büttenfaser in unterschiedlichen Techniken und Formaten). Die Zeichnung begleitet das gesamte Werkschaffen (meist täglich) und dient großteils dem Entwurf.

 

Im Orchesterbuch 2020.21 sehen (oder hören) wir seine Werkserie aus Pferdehaar in Bienenwachs und Dammarharz. Keine Hand, nur dieses Haar kann einen derartigen Linienverlauf zeichnen (oder Ton erklingen lassen). „Wichtig ist mir neben den transluzenten Eigenschaften der Wachs-Harz-Mischung vor allem die philosophische und spirituelle Bedeutung von Bienenwachs und Dammarharz – Dammar bedeutet im Malaiischen auch Licht – im europäischen und asiatischen Kulturraum“, sagt Fritz Radlwimmer.

 

ZUM LIVESTREAM

ZUM ORCHESTERBUCH 2020.21

 

Der Künstler Fritz Radlwimmer Foto: Thomas Radlwimmer

Foto Norbert Trawöger: Claudia Erblehner

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