APR
19
20

MARIE ANTOINETTE
Tanzstück von Mei Hong Linz
20.04.2019 | 19:30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten


Polnische Hochzeit
Operette von Joseph Beer
20.04.2019 | 20.00 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

21

Penthesilea
Oper von Othmar Schoeck
21.04.2019 | 19.30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

22

Der Vogelhändler
Operette von Carl Zeller
22.04.2019 | 19:30.00 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

23
24

POSCHNER TRIFFT
MEINHARD LUKAS 
24.04.2019 | 18.00
JKU | Teichwerk


MARIE ANTOINETTE
Tanzstück von Mei Hong Linz
24.04.2019 | 19:30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten


Polnische Hochzeit
Operette von Joseph Beer
24.04.2019 | 20.00 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

25
26

ELEKTRA
Oper von Richard Strauss
26.04.2019 | 19.30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

27

MOSAIK #3
DIE KAMMERMUSIKREIHE DES BOL
27.04.2019 | 19.30
Musiktheater am Volksgarten


RAGTIME
Musical
27.04.2019 | 19:30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

28

RAGTIME
Musical
28.04.2019 | 19:30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten


Polnische Hochzeit
Operette von Joseph Beer
28.04.2019 | 20.00 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

29
30
MAI
01

MARIE ANTOINETTE
Tanzstück von Mei Hong Linz
01.05.2019 | 19:30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten


Polnische Hochzeit
Operette von Joseph Beer
01.05.2019 | 20.00 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

02

MARIE ANTOINETTE
Tanzstück von Mei Hong Linz
02.05.2019 | 19:30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

03
04

PREMIERE: Médée
Oper von Luigi Cherubini
04.05.2019 | 19.30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

05

Ein Amerikaner in Paris
Musical von George und Ira Gershwin 
05.05.2019 | 15:00 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

06

WEIT ÜBER LINZ
JKU & BOL
06.05.2019 | 19.30
JKU Linz, Festsaal

07

RAGTIME
Musical
07.05.2019 | 19:30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

08

Médée
Oper von Luigi Cherubini
08.05.2019 | 19.30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

09

Ein Amerikaner in Paris
Musical von George und Ira Gershwin 
09.05.2019 | 19:30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

10

Der Vogelhändler
Operette von Carl Zeller
27.03.2019 | 19:30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

11

Médée
Oper von Luigi Cherubini
11.05.2019 | 17.00 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

12

Der Vogelhändler
Operette von Carl Zeller
12.05.2019 | 15:00 Uhr
Musiktheater am Volksgarten


BOL on TOUR: Peuerbach
Bruckners Nullte & Secret Signs
12.05.2019 | 19.30 Uhr
Melodium Peuerbach

13

BOL on TOUR: Vöcklabruck
Bruckners Nullte & Secret Signs
13.05.2019 | 19.30 Uhr
Stadtsaal Vöcklabruck


RAGTIME
Musical
13.05.2019 | 19:30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

14

MASTERCLASS mit
MARKUS POSCHNER
14.05.2019 | 18.00
Musiktheater am Volksgarten

15

BOL on TOUR: Bad Ischl
Bruckners Nullte & Secret Signs
15.05.2019 | 19.30 Uhr
Kongress- und Theaterhaus Bad Ischl


Der Vogelhändler
Operette von Carl Zeller
15.05.2019 | 19:30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

16

MARIE ANTOINETTE
Tanzstück von Mei Hong Linz
16.05.2019 | 19:30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

17

Der Vogelhändler
Operette von Carl Zeller
17.05.2019 | 19:30.00 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

18

Penthesilea
Oper von Othmar Schoeck
18.05.2019 | 19.30 Uhr
Musiktheater am Volksgarten

19

VOLLENDEN SIE!

Der oberösterreichische Komponist Balduin Sulzer hat einem Kollegen - der nach den Anstrengungen zu seiner Fünften genug vom Sinfonien schaffen äußerte - geraten, zumindest noch eine Unvollendete anzufangen. Wer das Unvollendete nicht wagt, braucht die Vollendung gar nicht erst zu fürchten. Die Gründe, etwas nicht fertig zu bringen, können mannigfaltig sein. Der Tod einer Schöpferin, eines Schöpfers ist ein triftiger Grund, dem wir alle entgegenleben. Bei der Knappheit von nur 31 Jahren, die Franz Schubert am Leben war, könnte man schnell vermuten, dass er seine Sinfonie nicht mehr fertigstellen konnte. Irrtum! Schubert hat nur zwei Sätze davon ausgearbeitet und diese 1822, sechs Jahre vor seinem Tod, feinsäuberlich in eine Partitur gegossen. Das Manuskript endet mit einem neuntaktigen Beginn eines dritten Satzes, von dem 1968 weitere elf Takte aufgefunden wurden. Nach der Uraufführung 1865 schrieb der Wiener Großkritiker Eduard Hanslick: „Wir müssen uns mit zwei Sätzen zufrieden geben, die [...] auch neues Leben in unsere Concertsäle brachten.“ Nur weil die Norm der Viersätzigkeit nicht eingehalten wurde, von Unvollendung zu sprechen, ist eine unerhörte Anmaßung. Spekulationen, warum sie so ist, wie sie ist, gibt es so viele, dass der Sinfonie der Beiname Rätselhafte zustehen müsste. Wenn wir ehrlich sind, wollen wir einfach nur mehr von dem, was uns Franz Schubert zweisätzig hinterlassen hat. Das ist wahre Vollendung!

Eine andere Frage ist, ob die Erstfassung einer Sinfonie, die der Komponist in weitere Fassungen bringt, als unvollendet gelten muss? Die vielen Fassungen der Bruckner-Sinfonien haben unterschiedliche Beweggründe. Vollendung muss kein betonierter Status sein. Vielleicht wohnt Anton Bruckner, der auf seinen raren Touren tausende Menschen mit seinen Orgelimprovisationen in den Bann gezogen hat, der Habitus eines Jazzmusikers inne, der auch in seinem kompositorischen Schaffen Ausdruck findet, in dem er heute diese und morgen eine andere Version anbietet. Die Erstfassung der Dritten, die Peter Gülke als „schwieriges Durchbruchswerk“ bezeichnete, hat mit 2052 Takten die größte Ausdehnung aller seiner Sinfonien. Richard Wagner hat er sie neben der Zweiten zur Widmung nach Bayreuth angetragen. Der „Meister aller Meister“ entschied sich zur Freude Bruckners für die Dritte, die mit der Annullierten Sinfonie („Nullte“) und dem Torso der Neunten die Tonart d-moll teilt. Bruckner erklärte seine Dritte noch zwei weitere Male für „fertig“. (Genauso steht es in der Partitur!)

Wie weit und ob Fertigwerden etwas mit Vollendung zu tun hat, braucht in diesen sinfonischen Fällen nicht nach Antwort suchen. Wir dürfen aber eines nicht vergessen, dass sich noch so vollkommene Musik erst im Moment des Erklingens in uns vollendet (oder anfängt). Die Vollendung beginnt bei uns, im Zuhören. Immer wieder, auch heute.

EIN ZURUF

von Norbert Trawöger

 

Foto: Volker Weihbold

© 2018 Bruckner Orchester Linz | Webagentur EDBS